Am Standort Jungfernheide soll ein Zentrallabor entstehen, welches die derzeit dezentral in Berlin verteilten Labore unter einem Dach zusammenfasst. Der Neubau als Teil des Gebäudeensembles des Standortes soll als zukunftsorientiertes, wirtschaftliches und weitgehend flexibles Labor mit optimiertem Probenlauf geplant werden, es erfolgt eine BNB-Zertifizierung in der Kategorie „Silber“.
| Bauherr | Berliner Wasserbetriebe |
| Verhandlungsverfahren / Zuschlag | 2022 |
| Planung und Realisierung | 2022 - 2028 |
| Pläne / Fotos | LKK |
Der Bedeutung des Labors am Standort Jungfernheide entsprechend sehen wir den Neubau als einen markanten Baustein, entschieden positioniert, kompakt ausgebildet, robust, nachhaltig, wertig und für einen langen Lebenszyklus konstruiert und materialisiert.
Dem Entwurf und der Grundrissorganisation zugrunde liegt das für ein Laborgebäude wichtige Ordnungsprinzip getrennter Nutzungsbereiche und voneinander entflochtener Wege. Außerdem finden wichtige Grundlagen aus der Praxis sowie Vorgaben und Richtlinien der BWB Beachtung. Dies betrifft Labor- und Büroraster, erforderliche Raumbreiten und –tiefen, Raumprinzipien und –zusammenhänge von Laboren und Auswerteplätzen sowie die Möblierung und technische Ausstattung der Arbeitsplätze.
Die Wahl und die Konzeption der Konstruktion, der Außenhülle und des Ausbaus erfolgt in Hinblick auf die genannte angestrebte BNB-Zertifizierung in der Kategorie „Silber“.
Die geplante Unterkellerung des Laborteils wird aus WU-Recycling-Beton hergestellt. Die Tragstruktur der oberirdischen Geschosse wird aus derselben Motivation heraus aufgelöst – damit der Anteil des mineralischen Baustoffs Beton minimiert wird. Auch hier kommt recyceltes Material zum Einsatz. Gleichzeitig ermöglicht die Skelettstruktur aus Stützen und wenigen massiven Kernen eine maximale Flexibilität und zukünftige Umnutzungen durch einfachen Umbau von Leichtbauwände. Für die Geschossdecken über EG, 1. OG und 2.OG sowie Dachkonstruktion über 2. OG wurden zwei verschiedene Tragsysteme geprüft: 1. Eine hybride Bauweise mit Massivholz-Beton-Verbunddecken in Form von Brettstapeldecken mit einer relativ dünnen Deckschicht aus Ortbeton sowie 2. Ortbetondecken mit Recyclingbeton. Aufgrund des einzuhaltenden Kostenrahmens und der deutlich höheren Kosten der HBV-Decke wird die 2. Variante weiterverfolgt. Die Technikzentrale ist als reine Holzkonstruktion mit Holzstützen und –bindern geplant.
Das Dach erhält einen Retentionsdachaufbau. Anfallendes Regenwasser wird von der Bepflanzung des Gründachs aufgenommen und fast vollständig verdunstet. Die Aufstellung von Photovoltaik-Paneelen erfolgt durchdringungsfrei, integriert in das System des Retentionsdachaufbaus.
Die Außenwände und Fassaden bestehen aus brüstungshohen Holzrahmenbau-Elementen mit hinterlüfteter Holzfassade im Wechsel mit Fensterbändern mit Sonnenschutz-Lamellen aus farbigem Glas und integrierten PV-Modulen.
„Grundsteinlegung“ im Dezember 2025 (nach Abschluss Abbruch, Erdbau und Bodenplatte!)
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