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Reihenendhaus
in der Siedlung Eichkamp
Raum für Individualität
im historischen Regelwerk

Die Siedlung, benannt nach der Revierförsterei Eichkamp im Forst Grunewald, wurde 1918-29 von Max und Bruno Taut, Martin Wagner, Franz Hoffmann und anderen Architekten unmittelbar neben der Avus am damaligen westlichen Stadtrand von Berlin in Form gruppierter Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser angelegt. Ursprünglich als preisgünstiger Wohnraum für Angestellte und Beamte konzipiert, verfügten die ersten ab 1920 fertig gestellten Häuser über Hühnerstall und Speicher für eine weitgehende Selbstversorgung der Bewohner. Bauherren waren verschiedene Genossenschaften, und die Hauskäufer durften während der Bauphase ihre Wünsche äußern.

Bauherrprivat
Planung und Realisierung2013 - 2015
BGF / BRI400 m² / 1.000 m³

Dies erklärt den individuellen Charakter der Häuser innerhalb des übergeordneten Städtebaus, welcher gekennzeichnet ist durch vor- und zurückgesetze Straßen, Grundstücksgrenzen und Baulinien zur platzartigen Ausweitung des Straßenraumes und Ausbildung von Orientierungspunkten und der Markierung des Wechsels von Haustypen.
Ein in Eichkamp großgewordener Schriftsteller erteilte uns den Auftrag, sein nach dem Krieg als Bungalow wieder aufgebautes Reihenendhaus im Eichkatzweg für den sich vergrößernden Nachwuchs aufzustocken und zu erweitern. Im Laufe des Planungsprozesses wuchs die junge Familie weiter und damit auch der Platzbedarf. Der Schritt zu einem Abbruch des überformten Bungalows und einem anschließenden kompletten Neubau auf dem Grundstück unter maximaler Ausnutzung der zulässigen Geschossfläche war somit folgerichtig.

Es entstand ein Einfamilienhaus, dass sich als Endhaus einer kurzen Hauszeile aus 4 Einheiten wie selbstverständlich in die Siedlung Eichkamp einfügt und dabei die typischen Merkmale ihrer Wohnhäuser aufgreift und weiterführt. Es sind Kleinigkeiten wie die Farbgebung der Fenster und deren kompositorische Anordnung, die Einfassung der Putzflächen durch Klinkerstreifen, die einfachen und doch hochfunktionalen Grundrisse, die u.a. das Erscheinungsbild charakterisieren.

Während das Erdgeschoss mit einem großen Wohn- und Essbereich mit angrenzendem Terrassendeck den zeitgemäßen Wohnvorstellungen nachkommt, sind die Kinderzimmer im Obergeschoss wie auch die Räume der Eltern im Dachgeschoss im Maßstab des Hauses ausgebildet. Die Wärmeerzeugung erfolgt ausschließlich über Erdwärme. Die energetische Effizienz übertrifft den Effizienzhaus-Standard KfW 70.

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