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Studierendenwohnheim
Dauerwaldweg
- Neubau Haus 11
Erweiterung des
Denkmals an der Avus

Das Studierendenwohnheim am Dauerwaldweg ist 1960 im Auftrag der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg für die Evangelische Studentengemeinde an der TU Berlin nach den Plänen von Professor Peter Lehrecke errichtet worden, wird seit 1998 vom studierendenWERK Berlin betrieben und steht unter Denkmalschutz. Das Wohnheim besteht aus einer streng komponierten campusartigen Anlage aus insgesamt 10 bauzeitlichen pavillonartien Wohnhäusern, rings um einen zentralen Platz. Der Neubau des Hauses 11 mit 50 neuen Wohnheimplätzen wurde geplant vor dem Hintergrund steigender Studierendenzahlen in Berlin und im Kontext der anstehenden sukzessiven denkmalgerechten energetischen Sanierungen der bestehenden Häuser 1 bis 10.

BauherrstudierendenWERK Berlin
Planung und Realisierung2016 – 2019
BGF / BRI2.200 m² / 7.600 m³
FotosAndrew Alberts, Luise Wagener (Apartments)

Kubatur, Höhenstaffelung und Platzierung des Neubaus an der südöstlichen Grundstücksecke werden definiert durch axiale Bezüge zu vorhandenen Baukörperfluchten als “organische” Verbindung mit der bauzeitlichen Anlage, der minimierten Gebäudetiefe der zweihüftigen Anordnung der Studierendenapartments im Grundriss und der gleichzeitigen Bildung eines Solitärs und einer Landmarke, welche über das Studierendenwohnheim hinaus in den übergeordneten Kontext der Siedlung Eichkamp hineinwirkt und einen städtebaulichen Akzent am Übergang des Wohngebietes zum Grunewald bildet.

Darüber hinaus vermittelt der Neubau durch sein in das Gelände hineingeschobenes Untergeschoss zwischen dem Straßenniveau und dem höher liegenden Niveau der Anlage Studentenwohnheims.

Als Teil der Maßnahme waren zu Beginn umfangreiche vorbereitende Maßnahmen erforderlich wie der Rückbau eines Kellerbauwerks mit Trafoanlage, Ersatz des Trafos in einem neuen unterirdischen Müll- und Trafohaus, Grundleitungsumverlegungen und Abbrucharbeiten.

Der Neubau übernimmt in seiner Baukörperausbildung und Fassadengestaltung aus mehrteiligen raumhohen Fensterelementen und Edelkratzputzflächen die wesentlichen Merkmale der vorhandenen denkmalgeschützten Wohnanlage. Die Außenwände bestehen aus monolithischem Porenbetonmauerwerk ohne weitere Dämmung. Zur Umsetzung der Vorgaben der EnEV und des EEWärmeG wird Warmwasser über Solarthermie mittels auf dem begrünten Dach angeordneter Paneele erzeugt. 

Aufgrund der innovativen Bauweise, der damit verbundenen Bauzeitverkürzung, der besonderen gemeinschaftlich nutzbaren Flächen und Räume, der sensiblen Einbindung des Gebäudes in das städtische Umfeld, der flexibel nutzbaren Grundrisse zur Gewährleistung von Nach- und Umnutzungen, der Errichtung von Wohneinheiten, die auch für zukünftige Anpassungen für das Wohnen im Alter baulich vorbereitet und räumlich anpassbar sind, des energetischen Konzepts und einer Freiraumgestaltung mit gemeinschaftlich nutzbaren Freiräumen, Freisitzen und der Dachbegrünung nach nachhaltigen Kriterien wurde das Projekt auf Antrag in das “Modellvorhaben zum nachhaltigen und bezahlbaren Bau von Variowohnungen“ der „Forschungsinitiative Zunkunft Bau“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) aufgenommen und gefördert. Es erfolgte eine begleitende Forschung hinsichtlich der Förderkriterien durch die “Forschungsprofessur Ressourcenoptimiertes und klimaangepasstes Bauen” der Fachhochschule Potsdam in Verbindung mit einer NaWoh-Zertifizierung (Nachhaltiges Wohnen). 

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