Die Berliner Wasserbetriebe sind Herz und Kreislauf der Stadt Berlin. Schon dadurch, dass sie die Bevölkerung 24/7 mit Frischwasser versorgen, kommt dem Standort Jungfernheide mit seinen Laboren, Rohrnetzbetriebsstelle und der Sicherheitszentrale eine existentielle Rolle zu. Denn ohne Wasser gibt es kein Leben. Diese vitale Bedeutung des Unternehmens und seiner MitarbeiterInnen muss auch in der Außendarstellung über die Architektur zum Ausdruck kommen.
Gegenstand des Architekturwettbewerbs 2016 (1.Platz) und des in 2017 folgenden Verhandlungsverfahrens mit anschließender Zuschlagserteilung waren die Neubauten eines Betriebs- und eines Garagengebäudes sowie einer Sicherheitszentrale. Das Betriebs- und das Garagengebäude werden realisiert, wohingegen der Neubau der Sicherheitszentrale vorerst aus internen Gründen der Berliner Wasserbetriebe zurückgestellt wird.
| Bauherr | Berliner Wasserbetriebe |
| Wettbewerb 1. Preis | 2016 |
| Verhandlungsverfahren / Zuschlag | 2017 |
| Planung und Realisierung | 2017 - 2022 |
| BGF / BRI | 3.250 m² / 12.400 m³ |
| Fotos | Andrew Alberts |
Empfang und Kundenbereich im Erdgeschoss
Der Standort Jungfernheide zeichnet sich durch heterogen gewachsene Bebauung aus, die keine erkennbare Struktur oder einheitliche Architektursprache aufweist. Durch den neuen Baukörper des Betriebsgebäudes an der Motardstraße erhält der Standort Jungfernheide erstmalig eine echte Adresse und deutliche Präsenz.
Der Sandwich-Baukörper wird „schwebend“ auf ein Sockelgeschoss aufgesetzt, welches Sozialräume und den Kundenbereich aufnimmt.
Die Büroflächen des Betriebsgebäudes sind auf einer Ebene organisiert und wie die Füllung eines Sandwichs zwischen zwei auskragenden Deckenscheiben gehalten, deren Vorderkanten im Grundriss leicht tailliert sind und dem Baukörper eine weiche und leichte Erscheinung verleihen.
Ein fester Sonnenschutz aus Streckmetalllamellen verläuft wie ein Filter vor den raumhoch verglasten Büroflächen.
Bürobereich
Sozialbereich
Einer der beiden zentralen Treppenräume
Umkleidebereich
Offene Treppe im Foyer des Kundenbereichs
Waschbereich
Raum für Pausen und Veranstaltungen
Eine der eingeschnittenen Terrassen
Zentraler Garten über zwei Geschosse
Büroflächen im Obergeschoss
Die Fassade im Erdgeschoss besteht umlaufend aus bogenförmigen Betonfertigteilen in Sichtbetonqualität der Sichtbetonklasse 3 und Matrizenschalung mit der Optik einer Bretterschalung sowie entsprechenden bogenförmigen mehrteiligen Fensterelementen.
Innere räumlich Gliederung erfährt der Baukörper durch eingeschnittene begrünte Höfe und Terrassen, die einen visuellen Kontrast zu den Ausblicken aus den Büros auf Betriebsgelände und Straße bilden und sowohl natürliche Belichtung und Belüftung der Innenzone als auch den Austritt an die frische Luft ermöglichen.
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