Über die Grundstücke Alte Jakobstraße 87 und 88 verlief zu Mauerzeiten parallel zur Berliner Mauer eine Straße als Trennlinie zwischen dem (West-) Bezirk Kreuzberg und dem (Ost-) Bezirk Mitte. Nach der Wiedervereinigung wurde diese Straße zurückgebaut, und beide Grundstücke wurden von der Treuhand als Bauland an den Bauherrn, die Gesellschaft für Grundbesitz, veräußert.
| Bauherr | GfG - Gesellschaft für Grundbesitz |
| Planung und Realisierung | 1999 - 2000 |
| BGF / BRI | 5.500 m² / 20.500 m³ |
In diesem Kontext sieht der Entwurf des Wohn- und Bürohauses eine öffentliche Durchwegung des Blocks zwischen Alter Jakobstraße und Neuer Grünstraße vor. Außerdem findet eine über das Grundstück verlaufende Fernwärmeleitung, die vom Kraftwerk Mitte aus die gesamte Friedrichstadt versorgt, Berücksichtigung.
Die Funktionen sind auf den beiden Grundstücken in zwei eigenständigen, die alte Parzellierung wiederspiegelnden Häusern untergebracht, die hofseitig einen gemeinsamen Hof mit öffentlichem Durchgang ausbilden. Die Nr. 87 ist das Wohnhaus, mit Seitenflügel entlang der Brandwand zur Nachbarbebauung, und die Nr. 88 ist das Bürohaus.
Beide Häuser sind straßenseitig mit demselben Klinker als Vormauerschale verblendet, unterscheiden sich dabei deutlich in Kubatur und Fensterformaten. Ein Wechsel der Fugenfarbe von Haus zu Haus bringt eine weitere Differenzierung. Hofseitig findet sich die Klinkerverblendung im Bereich des Erdgeschosses wieder, um beide Häuser hier optisch zu einem Ensemble zu verbinden.
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